55 Millionen für baidoo: city, liverpool, inter – ein sommer-coup wird zum poker

Manchester City, Liverpool und Inter Mailand buhlen um Samson Baidoo. Lens fordert 45 bis 55 Millionen Euro – ein Faktor 7 auf den Preis, den sie im Juli noch für den Ex-Salzburger bezahlten. Der Grazer spielte sich in 100 Tagen von der zweiten Garnitur zum Leistungsträger der Ligue 1 hoch. Jetzt könnte er vor der WM in den USA zum Millionen-Transfer werden – und Rangnick muss umdenken.

Die rechnung geht auf für lens

Der französische Klub kaufte Baidoo für rund acht Millionen Euro, stellte ihn sofort in die Startelf und schickt ihn nun als heißes Eisen auf den Markt. 18 Ligaspiele, zwei Treffer, 1.612 Minuten – nur Jeremy Jacquet stand länger auf dem Platz. Der 19-jährige Franzose wechselt im Sommer für bis zu 70 Millionen Euro nach Liverpool. Die Benchmark ist gesetzt, Lens sitzt am Hebel.

Die Zahlen sind kein Zufall. Baidoo gewinnt 62 Prozent seiner Zweikämpfe, spielt 87 Prozent seiner Pässe treffsicher und bringt als einziger Lens-Verteidiger mehr als einen Ball pro Spiel in die gegnerische Box. In der Champions League sammelte er zwölf Einsätze – mehr Erfahrung auf höchstem Niveau als viele ÖFB-Profis in ihrer gesamten Karriere.

Rangnick muss umdisponieren

Rangnick muss umdisponieren

Für Österreichs A-Nationalteam ist Baidoo bisher nur U21-Stammkraft. 15 Länderspiele, kein Debüt im Senioren-Kader. Mit 21 Jahren tickt die Uhr, 100 Tage vor der WM in den USA. Doch ein Wechsel zu Guardiola, Klopp oder Inzaghi würde die Tür ins Team reißen – nicht wegen des Prestiges, sondern wegen der Spielzeit auf Europas großer Bühne.

Die Scouts der Klubs haben ihre Berichte längst abgefeuert. City sucht Nachschub für Dias, Liverpool baut die Abwehr nach Van Dijks Alter neu auf, Inter will Skriniar ersetzen. Baidoo passt ins Profil: schnell, kopfballstark, komfortabel im Aufbau. Und er ist noch nicht am Limit, sondern mitten im Aufwärtstrend.

Die Ablöse von 55 Millionen klingt utopisch, ist aber nur der Einstieg. Lens weiß: Wer jetzt zögert, zahlt im Januar mehr. Und Baidoo? Er trainiert weiter, als wäre nichts. Doch in seinem Umfeld ist längst klar: Der nächste Flug geht nicht nach Salzburg – sondern in eine neue Fußballwelt.