3. Liga: dfb verschenkt medienrechte – was bedeutet das für fans?
Ein Erdbeben rollt auf die Fans der 3. Liga zu: Der Deutsche Fußball-Bund (dfb) hat die Vergabe der Medienrechte für die kommenden Jahre neu ausgeschrieben. Ab 2027/28 wird ein neuer Rechteinhaber die Spiele übertragen – und die Frage ist, wer das Rennen macht und wie sich das auf die Sichtbarkeit der Liga auswirken wird.
Magentasport verliert das ruder?
Aktuell ist MagentaSport der exklusive Übertragungspartner der 3. Liga und liefert beeindruckende 312 Spiele live und in voller Länge. Hinzu kommen 68 Partien, die im frei empfangbaren Fernsehen der ARD und ihren dritten Programmen zu sehen sind. Doch dieser Vertrag läuft im Sommer 2027 aus. Der dfb hat nun die nationalen audiovisuellen Verwertungsrechte neu auf den Markt geworfen, beginnend mit der Saison 2027/28 und bis einschließlich der Saison 2030/31. Ein kompletterwerb aller Live-Rechte ist dabei möglich.
Die neue Ausschreibung sieht vor, dass mindestens 38 Spiele pro Saison weiterhin im Free-TV zu sehen sein werden – je nach Bieterwettbewerb können es aber auch deutlich mehr sein. Das heißt: Auch wenn MagentaSport weiterhin im Rennen ist, könnte die ARD und andere Anbieter eine größere Rolle bei der Übertragung spielen. Die Fans bangen: Wird das kostenlose Angebot eingeschränkt?

Dfb-boss blask lobt die stabilität der liga
Dr. Holger Blask, Generalsekretär des dfb, sieht die 3. Liga in einer glänzenden Verfassung. „Die 3. Liga hat sich in den vergangenen Jahren sportlich und wirtschaftlich hervorragend entwickelt. Sie steht heute so stabil da wie nie zuvor“, so Blask. Er betont auch die Bedeutung der Liga als Talentförderstätte und hebt die besondere Nähe zu den Fans hervor. Die neue Ausschreibung soll diese Faszination weiter verstärken. Aber die Worte des dfb-Bosses klingen fast wie ein verzweifelter Versuch, die Attraktivität der Liga vor potenziellen Investoren hervorzuheben.
Die Auktionsphase für die neuen Medienrechte ist für den 29. September bis 1. Oktober 2026 geplant. Bis dahin wird die Branche gespannt abwarten, wer sich den Zuschlag erhält und wie die zukünftige Übertragung der 3. Liga aussehen wird. Die Entscheidung wird nicht nur die Vereine, sondern vor allem die treuen Fans betreffen, die sich eine weiterhin vielfältige und zugängliche Berichterstattung wünschen.
Die Frage, die sich nun stellt: Wer wird die 3. Liga ab 2027/28 in die Wohnzimmer der Fans bringen und welche Konsequenzen hat das für die Attraktivität und das Image der Liga?
