20.150 Stimmen gegen das vergessen: stuttgart reißt frauen-zweitliga-rekord
Noch 20 Tage bis zum Anpfiff, schon jetzt steht die Zahl, die alles verändert: 20.150 Tickets für das Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Mainz 05 am 21. März – ein neuer Zuschauerrekord in der 2. Frauen-Bundesliga.
Union berlin war gestern, stuttgart ist jetzt
Die alte Marke von 20.132 Zuschauern, die Union Berlin vor einem Jahr gegen Gütersloh aufgestellt hatte, hielt 363 Tage. Die Stuttgarterinnen pulverisieren sie, bevor der Gegner überhaupt anreist. Die MHP Arena wird zur Kulisse, die die Liga so noch nicht gesehen hat. Noch sind Karten erhältlich – die 25.000er-Marke ist längst kein Hirngespinst mehr.
Tabellenführer VfB trifft auf Mainz, das Spiel ist längst ein Event. Alexander Wehrle, Vorstandschef des VfB, spricht von einem „sensationellen Zuspruch“ und kündigt an: „Gemeinsam wollen wir jetzt im Endspurt noch einen draufsetzen.“ Die Parole ist klar: Keine Lücken im Block, keine leeren Reihen.

Der abstand zur bundesliga bleibt ein spiegel
Rekord hin oder her – die Dimension der Bundesliga ist eine andere Liga im wahrsten Sinn. Den Allzeit-Zuschauerrekord hält der FC Bayern mit 57.762 Zuschauern gegen Leverkusen am 1. Spieltag dieser Saison. Die 2. Liga ist auf dem Weg, aber sie ist noch nicht angekommen. Die 37.612 Plätze, die Stuttgart fehlen, sind ein Maßstab, kein Makel.
Dennoch: Wer jetzt noch behauptet, Frauenfußball ziehe keine Massen an, lügt oder schaut nicht. Die Zahlen sprechen lauter als jedes Stammtischargument. Stuttgart hat den Beweis geliefert – und das, obwohl das Spiel noch drei Wochen auf sich warten lässt.
Die Tickets kosten zwischen 8 und 15 Euro. Für weniger als einen Döner und ein Bier darf man dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird. Die Nachfrage steigt stündlich. Die Botschaft ist einfach: Wer jetzt zögert, steht am 21. März vor verschlossenen Toren.
