17-Jähriger kouamé schreibt in miami tennis-geschichte – djokovic schickt whatsapp
Moïse Kouamé hat in Miami nicht einfach nur gewonnen. Der 17-jährige Franzose hat die ATP-Welt erschüttert, Zachary Svajda mit 5:7, 6:4, 6:4 zerlegt und dabei ein Rekord aufgestellt, der sogar Rafael Nadal alt aussehen lässt. Seit dem Spanier 2003 in Hamburg war kein Teenager mehr so jung bei einem Masters-Turnier erfolgreich. Kouamé ist jetzt der jüngste Sieger in der Geschichte von Miami – und der erste Profi, der nach 2009 geboren wurde und auf der ATP-Tour gewonnen hat.
Das match, das die tenniswelt stoppte
Kouamé stand auf dem Court wie ein Jugendlicher, der vergessen hat, dass er eigentlich noch in der Schule sitzen sollte. Dabei spielte er mit einer Coolness, die selbst erfahrene Jungsenväter beeindruckt hätte. Zehn von zwölf Breakbällen wehrte er ab, drehte ein scheinbar verlorenes Match und ließ Svajda hinterher wie einen Punchingbag. Die Uhr zeigte 7:40 Uhr Ortszeit, als er den letzten Ball ins Aus schickte – und plötzlich war der Tennis-Adel wach.
Novak Djokovic schickte eine WhatsApp. Kein Fake, kein PR-Gag. „Großes Spiel heute. Glückwunsch. Hoffentlich kommst du weit“, stand da. Kouamé zeigte die Nachricht im Interview und lachte wie ein Schuljunge, der gerade von Superman persönlich gegrüßt wurde. „Ich war so nervös, dass ich nicht mal wusste, was ich antworten soll“, gestand er. Für ihn ist Djokovic nicht nur Idol, sondern Lebensentwurf: „Ich will Nummer eins werden und Grand Slams gewinnen. Das ist kein Traum mehr, das ist Plan.“

Jetzt wartet lehecka – und die next-gen-rangliste
Mit dem Sieg schoss Kouamé auf Platz vier des Next-Gen-Rankings. Die Zahlen sind klein, die Träume riesig. In der zweiten Runde trifft er nun auf Jiri Lehecka, den an Nummer 21 gesetzten Tschechen. Für Kouamé ist das kein Endspiel, sondern eine Einladung. „Miami ist ein cooler Ort“, sagte er. „Ich will hier nicht nur ein Match gewinnen, ich will eine Woche lang die Welt verändern.“
Die Sonne über Florida scheint ein bisschen heller seit diesem Morgen. Die alte Garde schaut nach vorn und sieht nicht mehr nur Djokovic, sondern auch einen 17-jährigen Franzosen, der schon jetzt Geschichte geschrieben hat – und gerade erst angefangen hat.
