150 Plätze, ein traum: bayern-camp im europa-park verlost letzte tickets

Kurz vor den Sommerferien schlägt der FC Bayern KIDS CLUB ein letztes Mal zu: 150 Kinder dürfen vom 27. bis 31. Juli 2026 im Europa-Park trainieren, schlafen und jubeln – wie Lennart Karl, nur eben in Rust statt an der Säbener Straße.

Warum das camp plötzlich wieder fahrt aufnimmt

Warum das camp plötzlich wieder fahrt aufnimmt

Die ursprüngliche Ausschreibung war binnen Stunden überzeichnet, doch drei Teilnehmer müssen absagen – Familienurlaub, Grippe, Transfer zur Leistungszentrale. Die freien Plätze wandern nicht in die Warteliste, sondern direkt in eine Verlosung. Wer mitmachen will, beantwortet bis Sonntag Mitternacht eine Frage zum letzten Bayern-Spiel und landet im Lostopf. Die Gewinner bekommen alles: Zug nach Rust, Camp-Resort-Zelt, Trikot, Verpflegung, 24-Stunden-Betreuung und Training mit lizenzierten Bayern-Coaches.

Die Übungen sind keine Showeinlagen. Die Trainer forern Pressing-Schaltungen, Positionswechsel und kleine-sided games – alles auf Kunstrasen, der exakt die Größe der FC-Bayern-Amateure-Platzanlage hat. Zwischen den Einheiten verschwinden die Kids in den Park: Blue Fire, Wodan, Voletarium – Achterbahn statt Attersee. Die Physios messen Herzfrequenz und Sprintzeiten, während Mütter und Väter per App mitbekommen, wie schnell der Nachwuchs mittlerweile aus dem Stand sprintet.

Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren sind zugelassen, Talent ist kein Muss, Ehrgeiz schon. Wer sich bisher nur im Schulturnier bewiesen hat, darf sich bewerben – die Bayern-Scouts schauen trotzdem hin. 2024 entdeckten sie beim Rust-Camp einen defensive Mittelfeldspieler aus Wanne-Eickel, heute spielt der Junge in der U-14 des Rekordmeisters. Die Quote, dass ausgerechnet dein Kind den Sprung schafft, liegt bei 0,2 Prozent. Die Quote, dass es fünf Tage lang glücklich ist, bei 100.

Die Aktion läuft unter dem Radar der großen Medienpartner, dafür umso lauter in den WhatsApp-Gruppen der Eltern. Die Redaktion von kicker hat die letzten Fragebögen bereits gebunden, die Europa-Park-App meldet Server-Spitzenlast. Wer jetzt noch zögert, spielt vermutlich im Winter wieder Kreisliga – und schaut in die Röhre, wenn die Siegerfotos auf Instagram auftauchen.

Die drei Plätze sind weg, bevor man „Mia san mia“ sagen kann. Also Finger weg von den Feriencamps, die nur Spa versprechen. Hier geht’s um den echten FC Bayern-Alltag – nur dass der Nachwuchs danach nicht in die Kabine, sondern in den Voletarium fliegt. Und das ist definitiv besser als jede Playstation.