11. Derby-debakel: panathinaikos stolpert erneut – ataman schwört auf final four
Athen brennt. Zum elften Mal in Folge lacht im Klassiker Olympiakos, Panathinaikos steht mit dem Rücken zur Wand. Die 74:83 in Piräus war keine normale Niederlage – sie war ein Schock, der bis ins May-Finale reichen könnte. Coach Ergin Ataman spricht dennoch von „unserem Plan B“: Final Four in der eigenen Halle. Klingt wie Wunschdenken, ist aber die einzige Rettung für das teuerste EuroLeague-Projekt der Geschichte.
Ataman zählt auf hayes-davis und lessort – aber die uhr tickt
Neuzugang Nigel Hayes-Davis steckt noch in den Startlöchern, Mathias Lessort fehlt seit Wochen. Ataman: „Wir glauben an diese Gruppe, weil wir sie zusammengestellt haben.“ Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: vier Pleiten nacheinander, nur noch ein Sieg Luft bis zum Nicht-Playoff-Raum. Verpasst Pao die Postseason, wäre das ein Imageschaden in Milliardenhöhe – und das ausgerechnet im Jahr, in dem Athen das Final Four ausrichtet.
Tyler Dorseys zwei Dreier in den letzten 67 Sekhen zerstörten jede Hoffnung auf die Trendwende. Ataman analysiert ohne Emotion: „Sie starteten aggressiver, wir reagierten zu spät. So einfach ist das.“ Einfach sieht allerdings das Restprogramm nicht aus: Von den acht verbleibenden Spielen sind sieben Gegner aktuell Playoff-Kandidaten – Anadolu Efes am 17. April ist das einzige vermeintliche Freilos, doch selbst dort wartet ein türkischer Traditionsclub mit Rückenwind.

Play-in-plätze schrumpfen – kaunas, dubai und mailand atmen auf
Zalgiris Kaunas hat nur einen Sieg mehr, dafür aber Selbstvertrauen. Dubai Basketball und EA7 Emporio Armani Mailand jagen mit je zwei Siegen in Serie. Für Panathinaikos heißt es: Jeder weitere Fehltritt kann die Saison vorzeitig beenden. Das Budget von 45 Millionen Euro würde sich dann in Luft auflösen – und mit ihm der Traum, vor eigenem Publikum den Pokal zu stemmen.
Ataman bleibt hart: „Wenn wir unsere Ziele verfehlen, nennen wir das Scheitern beim Namen. Bis dahen kämpfen wir.“ Die EuroLeague-Welt blickt nach Athen, doch statt Jubel herrscht Alarmstufe Rot. Noch acht Spiele, um das Desaster abzuwenden. Die Uhr tickt. Der Druck wächst. Und Olympiakos lacht sich ins Fäustchen – der Rivale steht mit dem Rücken zur Wand, das eigene Selbstvertrauen auf Rekordniveau. Athen wird im May zur Arena der Träume – oder zur Bühne eines Millionen-Debakels.
