10.000 Kinder, 41 städte, ein ball: goleador cup erobert italien
Seit Januar rollt der Ball in italienischen Fußgängerzonen, Schulhöfen und provisorischen Stadionzelten – und zwar ausschließlich in Format Fünf gegen Fünf. Die Goleador Cup hat sich in Windeseile zur größten Kinder-Kick-Serie des Landes gemausert: 10.000 Teilnehmer zwischen 8 und 12 Jahren, 41 Städte, 52 Sportzentren. Keine Talentschmiede, keine Scout-Listen, nur reines Spielvergnügen.

Como wird zur mecca der mini-kicker
Ende Mai fällt der Vorhang: Die jeweils siegreichen Teams qualifizieren sich für das Finale im Sinigaglia-Stadion von Como – Bühne des aktuell von Cesc Fàbregas trainierten Aufsteigers. Moderatorin Barbara Pedrotti übernimmt die Schirmherrschaft, und plötzlich steht fest: Ein einst unscheinbares Zuckerbonbon hat den Fußball auf unterster Ebene revolutioniert.
Die Zahlen sind schon jetzt atemberaubend. Mailand schickt fünf Turniere ins Rennen, Rom drei, selbst Sizilien und Sardinien melden volle Staffeln. Dahinter steckt der Bonbonsponsor, der einst mit Pippo Inzaghi TV-Spots drehte und sich jetzt mit der eSerie A verband. Ergebnis: ein flächendeckendes Netzwerk, das funktioniert, ohne Profi-Karrieren zu versprechen.
Die Logik ist simpel: Wer daheim gewinnt, fährt zum großen Finale – und darf sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Die Organisation verrät nur so viel: „Wir wollen den Kids eine echte Erlebniswelt bieten, nicht nur Plastikpokale.“
Die Goleador Cup beweist, dass man mit einem 20-Gramm-Bonbon ein ganzes Land in Bewegung setzen kann. Die Erwachsenen diskutieren über Spielpläne und TV-Rechte – die Kinder kicken einfach. Und genau darum lacht der Fußball morgen noch ein bisschen heller.
