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TSV Pelkum 04/32 e.V.


Vereinsgeschichte 1954-2004

Veröffentlicht am 05.05.2004 von TSV Pelkum 04/32 e.V.

 Im Jahr 1954 bestand der TuS 04 Pelkum 50 Jahre. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden im großen Rahmen jedoch erst vom 27.08. – 03.09.1955 statt. Eine umfangreich Festwoche wurde gestaltet.
Die Proben für die Auftritte anlässlich des 50 jährigen Bestehens fanden im Saal Schimmelschulze statt. Die Voraussetzungen waren äußerst schlecht. Wenn an Geräten geübt werden sollten, mussten sie erst aus einem Nebenschuppen geholt und gesäubert werden. Stühle und Tische wurden zusammen gerückt und sehr oft mussten die Turnstunden sogar mit Bodensäuberung eingeleitet werden. Handgeräte hatten alle Turnerinnen mitzubringen. Jede erschien mit einem Netz mit folgendem Inhalt: Ball, Keule, Seil, Gummiring und Turnschuhe.

Für das große Fest hatte man alle Misslichkeiten hingenommen. Danach ließ die Begeisterung schnell nach. Da keine geeignete Turnfläche zur Verfügung stand, schrumpften die Gruppen immer weiter, bis 1958 nur noch eine Handvoll Damen in dem ungeheizten Saal turnte. Doch auch die gaben dann schweren Herzens auf.

Im Jahre 1960 wurde der Gymnastikraum in der Grundschule„ hoch unterm Dach” fertiggestellt und Ria Tiemann begann wieder mit ca. 20 Frauen zu turnen. Bis 1966 blieben die Frauen in diesem Raum mit einer Unterbrechung von 6 Monaten, da Ria Tiemann im September 1962 aus einem Fenster ihrer Wohnung im 3. Stock gestürzt war und erst im März 1963 den Turnbetrieb wieder aufnehmen konnte. Im September 1966 zog die Damenabteilung in die Turnhalle der Realschule um. Sogleich stieg die Mitgliederzahl von ca. 40 auf 80 an.

Im Januar 1970 wurde in der Turnhalle der Realschule auch endlich wieder Kinderturnen angeboten. Wie groß der Wunsch danach war, sollten die Initiatoren schnell feststellen. Gleich am ersten Tag standen nämlich ca. 150 Kinder auf der Matte. Die Leitung übernahm Ria Tiemann. Sie wurde tatkräftig unterstützt von einigen Müttern aus der Damenabteilung.

Am O1. Oktober 1970 fusionierte der TuS 04 Pelkum mit dem SV Herringen 32. In den Jahren zuvor war eine Umstellung vom Feldhandball zum Hallenhandball erfolgt. In Pelkum und Herringen standen nur kleinere Turnhallen zur Verfügung, die nur bedingt für ein Leistungstraining geeignet waren. Für diese kleinen Vereine wurde auch die Verpflichtung eines Trainers zum Problem. Um nicht in Bedeutungslosigkeit abzufallen, berieten die Abteilungsleiter Erich Grewe vom TuS 04 Pelkum und Heinz Müller vom SV Herringen 32 einen Zusammenschluss mit dem Ziel, dem Handballsport und daher auch der Jugendarbeit in der Großgemeinde Pelkum eine zukunftssichere Basis zu schaffen.

Als Gründungszeit der Handballabteilung des Herringer Spielvereins gilt der April 1932. Damals kamen einige Freunde des Handballsports zusammen, um auch im HSV eine Handballmannschaft ins Leben zu rufen. Diese Abteilung erlebte einen enormen Aufschwung, der mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges sein Ende fand.

Schon im September 1945 bemühte sich der Sportfreund Heinrich Kartelmeyer um die Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Bis zum Zusammenschluss mit dem TuS 04 Pelkum lebte die Abteilung immer im Schatten des großen Bruders Fußball. Trotzdem wurden in all den Jahren gute sportliche Erfolge erzielt.

Die Abteilung führten:

  • 1945 – 49 Heinrich Kartelmeyer
  • 1952 – 53 Karl Binkhoff
  • 1949 – 51 Josef Heinen
  • 1953 – 58 Erich Mittmann
  • 1951 – 52 Fritz Schwick
  • 1958 – 70 Heinz Müller

Die Fusion der beiden Vereine wurde in erster Linie zur Belebung des HandballSports vorgenommen. So konnte sich besonders auf den Wiederaufbau der JugendMannschaften konzentriert werden.

Auch die Kontakte zur Partnerstadt Neufchâteau wurden gepflegt. 1972 fuhren eine Senioren- und eine Jugendhandballmannschaft gemeinsam mit einigen Spielern vom TC 69 Pelkum nach Frankreich. Im Jahr darauf konnten französische Gäste in Pelkum begrüßt werden.

Ein Highlight in der Handballgeschichte des TSV Pelkum 04/32 war der Gewinn der Stadtmeisterschaften 1977 in der Männerklasse I.

Um auch den älteren Damen in Pelkum Gelegenheit zur Bewegung zu geben, wurde unter der Leitung von Ria Tiemann im Jahre 1973 eine Gymnastikstunde angeboten, die von Frauen zwischen 50 bis über 70 besucht werden sollte. Inzwischen ist diese Gruppe an keine Altersgrenze mehr gebunden.

Im gleichen Jahr wurde für die nicht Handball spielenden Männer eine TrimmerGruppe unter der Leitung von Erwin Seidel gegründet, die sehr gut angenommen wurde. Seit einiger Zeit werden die Trimmer von Günter Milk bewegt.

Im Jahr 1974 bot der TSV ein Leichtathletiktraining an. Die Leitung dieser Gruppe übernahm Erwin Seidel, der sie auch heute noch betreut. Zunächst wurde er unterstützt von Günter Milk, später, bis heute, von Peter Eichner. Der Zulauf war groß und es waren und sind in Pelkum auch gute Trainingsmöglichkeiten vorhanden, sowohl für den Sommer im Selbachpark, als auch für den Winter in der Turnhalle der Waldorfschule.

Da bei den Leichtathletik-Wettkämpfen unsere Jugendlichen teilweise sehr gut abschnitten, traten diese der Start- und Trainingsgemeinschaft LAZ Hamm bei, um bessere Trainingsmöglichkeiten zu haben. Dieser Zusammenschluss hielt nur bis 1980.

Aber die Schüler und Jugendlichen nahmen nicht nur an Sportfesten und Meisterschaften im Kreis Unna/Hamm teil, auch der TSV Pelkum 04/32 war Veranstalter und Ausrichter von verschiedenen Wald- und Crossläufen. In den Jahren 1983 und 1984 fanden im Selbachpark die Westfälischen CrossMeisterschaften statt und 2004, im Rahmen unseres 100 jährigen Bestehens, fanden die Kreis-Cross-Meisterschaften statt. Im übrigen stellte und stellt der TSV Pelkum im Kreis Unna/Hamm ausgebildete Kampfrichter für die Leichtathletik. Kampfrichter-Lehrgänge haben besucht: Gisela Fischer, Helga und Horst Baumert, Else und Ferdi Riskop, Barbara und Erwin Seidel, Irmgard Steuer, Günter Milk, Detlev Schwenzer und Peter Eichner. Daneben ist Erwin Seidel bei Sportfesten und Meisterschaften sowie bei Ländervergleichen in Westfalen als Kampfrichter, Obmann und Schiedsrichter tätig. Er gehört ferner dem Kreis-LeichtathletikAusschuss Unna/Hamm als Kampfrichter-Lehrwart an.

Seit Mitte der 60iger Jahre wurden in unserem Verein Sportabzeichen erworben. Die Abnahme erfolgte zunächst durch Ria Tiemann. Später übernahm die Abnahme auch die Leichtathletik-Abteilung.

Der TSV Pelkum 04/32 erweiterte laufend sein Angebot. So wurden 1983 Jazz-Tanzgruppen für Kinder und Erwachsene gegründet unter der Leitung von Kirsten Fischer (jetzt Horn). Diese Gruppen fanden riesigen Anklang. Später teilten sich die Gruppen auf, und zwar ging daraus im Jahre 1997 eine Aerobic-Gruppe für Erwachsene unter der Leitung von Annette Stührenberg und Jazztanzgruppen für Kinder unter der Leitung von Kirsten Horn und Anja Setke hervor. Diese Gruppen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Des weiteren wurde aufgrund reger Nachfrage 1992 eine gemischte VolleyballGruppe gegründet.

Nun fehlte nur noch etwas für die Allerjüngsten im Verein. Für sie und ihre Mütter wurde 1994 eine Mutter-Kind-Gruppe ins Leben gerufen. Inzwischen wurde die Gruppe wegen des großen Andrangs geteilt. Übungsleiterin ist hier Susanne Frielinghaus.

Das Jahr 1999 fing für den TSV Pelkum 04/32 schlecht an. Im März wurde die Handballabteilung nach 73 Jahren aufgelöst, da es an Nachwuchs fehlte.

Am 16. März 1999 dann verstarb Ria Tiemann nach über 50-jähriger Übungsleitertätigkeit in unserem Verein.

Die verwaisten Gruppen wurden von Kirsten Horn übernommen.

Im Jahre 2001 erfolgte die Gründung einer Läufergruppe. Trainiert werden die Teilnehmer von Annette Stührenberg.

Danach folgte im Januar 2002 das Angebot der Problemzonen-Gymnastik (Bauch-Oberschenkel-Po = BOP) unter der Leitung von Bianca Graul.

Im Januar 2003 wurde das Sportprogramm durch 2 Walkinggruppen erweitert. Die Mittwochmorgen-Gruppe leiten Annette bzw. Achim Stührenberg. Die Montagnachmittag-Gruppe wird betreut von Ralf Leyking, der auch die im gleichen Jahr gegründete Gruppe „Senioren-Fit” für Männer und Frauen leitet.

Ehrungen verdienter Mitglieder im Jubiläumsjahr 2004 (100 Jahre TSV Pelkum 04/32):

    55-jährige Mitgliedschaft und mehr:

  • Udo Huesmann
  • Heinz Müller
  • Reiner Techmer
  • Gottfried Quabs
  • Wolfgang Laarmann
  • Ulla Rüter
  • Magdalene Hüneke
  • Renate Huesmann
  • Annamarie Flügge
  • Gisela Fischer
  • Helga Baumert
    45-jährige Mitgliedschaft:

  • Horst Frieg
  • Firedhelm Klose
    40-jährige Mitgliedschaft:

  • Ingrid Krych
  • Barbara Seidel
  • Reinhard Katzer
  • Rüdiger Krause
  • Christiane Bode
    35-jährige Mitgliedschaft:

  • Edith Demmer
  • Erika Fennemann
  • Hilde Fröse
  • Christa Knäpper
  • Erika Matuszewski
  • Helga Pannewig
  • Ursula Peter
  • Sigrid Pudell
  • Irmgard Steuer
  • Christel Techmer
  • Helga Weber
    25-jährige Mitgliedschaft:

  • Waltraud Ditze
  • Marina Hielscher
  • Roswitha Schmalz

Einige historische Fotos findet Ihr in der Galerie.

Vereinsgeschichte 1904-1954

Veröffentlicht am 05.05.2004 von TSV Pelkum 04/32 e.V.

 Als das wirtschaftliche Leben nach der Jahrhundertwende auch im Dorfe Pelkum – besonders durch den Bahnbau der Linie Hamm – Oberhausen – aufzublühen begann, fanden sich sportbegeisterte Männer zusammen, um einen Turnverein ins Leben zu rufen. Am 28. Februar 1904 trafen sich am historischen Platze der Ölmühle und des Freizapfs von Haus Bögge-Nordhoff, in der späteren Gastwirtschaft Dorfschänke, über 30 Männer mit der Absicht, die Gedanken des Turnvaters Ludwig Jahn in die Tat umzusetzen. Der Chronist berichtet hierüber, dass diese erste Versammlung von dem Einberufer mit einem dreifachen „Gut Heil” auf den obersten Turnwart Kaiser Wilhelm Il eröffnet worden ist. In dieser Versammlung wurde zunächst der Vorstand des Vereins gewählt. Er bestand aus folgenden Mitgliedern:

  • 1. Vorsitzender Albin Schindler
  • 2. Vorsitzender Wilhelm Schimmelschulze
  • 1. Schriftführer Ludwig Fickermann
  • 2. Schriftführer Friedrich Eckmann
  • 1. Kassierer Josef Jockisch
  • 2. Kassierer Heinrich Wichmann
  • 1. Turnwart Christof Klause
  • 2. Turnwart Heinrich Kramp
  • Gerätewart Karl Korte
  • Beisitzer Heinrich Nellenschulte

Nach der Wahl dieses „definitiven Vorstandes” – wie es im ersten Protokoll heißt – einigte man sich auf den Namen „Turnverein Kaiserkrone Pelkum”.

Bei der Wahl des Vereinslokals entfielen 30 Stimmen auf das Lokal Wilhelm Schimmelschulze, später „Zum Bierkotten”, und 3 Stimmen auf das Lokal Freise, später Holtkötter/Hahne.

Zu den Gründern des Vereins zählten u.a.: Fritz Bennemann, Ludwig Fickermann, Dietrich Hussmann, Friedrich Eckmann, Karl Imkenberg, Hermann Möske, Heinrich Fennemann, Theodor Hohmann sen., Christof Klause, Albin Schindler, Heinrich Nellenschulte, Karl Fickermann, Wilhelm Schimmelschulze, Georg Meier, Wilhelm Behrendt, Julius Büscher, Heinrich Hesse, Fritz Fickermann, Ludwig Betzler sen., Fritz Kücke, Josef Jockisch, Fritz Quade, Hermann Sommer sen., Karl Pannewig, Karl Korte, Hubert Kramp, Karl Pletsch sen.

Schon einige Tage nach der Gründung des Vereins hatte der Verein Gelegenheit, öffentlich aufzutreten. Am 01.04.1904 ehrte er den damaligen Ehrenamtmann Schulze-Pelkum bei seiner Verabschiedung aus dem aktiven Dienst durch einen Fackelzug, bei dem die Turner in weißer Hose erschienen waren.

In den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins fanden regelmäßig alle 14 Tage Versammlungen statt, in denen über die Anschaffung von Geräten, das Kassieren der Beiträge, der Besuch der Turnstunden usw. eifrig beraten wurden. Alte Gerätebücher geben darüber Auskunft, dass schon bald Barren, Reck, Pferd, Sprunggeräte, Matten, Stemmgewichte, Taue usw. vorhanden waren. Aus den Anwesenheitslisten – damals „Präsenzlisten” genannt – ist zu erkennen, dass die Beteiligung an den Turnstunden, die in den ersten Jahren des Bestehens wöchentlich zweimal, später einmal stattfanden, sehr groß war. VersammlungsProtokolle sagen aus, dass auf dem Turnboden eine strenge Disziplin herrschte und dass für unentschuldigtes Fernbleiben vom Turnboden Geldbußen erhoben worden sind.

Den Geist der Kameradschaft pflegte man durch Veranstaltungen von Ausflügen, Teilnahme an Turnfesten und Abhaltung von Vereinsfestlichkeiten. Ein besonders kameradschaftliches Verhalten bestand und besteht noch mit den Nachbarvereinen von Hamm, Wiescherhöfen, Berge, Bockum-Hövel. Es muss festgestellt werden, dass nach dem Versammlungsprotokoll vom 16.10.1906 der Beschluss gefasst worden ist, am 2. Weihnachtstage jeden Jahres ein Weihnachtsfest zu veranstalten, „so lange der Turnverein existiert”. Interessant ist es festzustellen, dass das Eintrittsgeld zum Weihnachtskränzchen schon damals auf 1 M für Herren, 0.50 M für Damen festgelegt worden ist. Soldaten bis zum Gefreiten hatten freien Eintritt, vom Uffz. aufwärts wurde der volle Eintrittspreis erhoben. Die Tradition, am 2. Weihnachtstage ein Fest zu veranstalten, hat der Verein bis Ende der fünfziger Jahre gewahrt.

Im Jahre 1905 (Versammlungsprotokoll vom 16.06.05) wurde die Anschaffung einer Vereinsfahne beraten. Es wurde beschlossen, eine Fahne zum Preis von ca. 150 – 160 M anfertigen zu lassen, wenn ein Betrag von 100 M durch freiwillige Spenden einkommen würde. Diesen freiwilligen Betrag leistete die Brauerei Isenbeck, Hamm. 50 M wurden dem Verein vom Vereinswirt Schimmelschulze überreicht, während der Rest von den übrigen Vereinsmitgliedern aufgebracht wurde. Die Fahne mit der Inschrift „Turnverein Kaiserkrone” wurde von der Firma Busch in Hamm zum Preis von 180 M geliefert. Leider ist sie – wie auch die Geräte des TUS 04 – ein Opfer der Bomben im 2. Weltkrieg geworden.

Im Jahre 1905 wurde auch die Frage erörtert, ob sich der Verein der Freien Turnerschaft oder der Deutschen Turnerschaft anschließen sollte. Die Versammlung entschied sich mit großer Mehrheit für einen Eintritt in die Deutsche Turnerschaft.

Während des 1. Weltkrieges konnte der Turnbetrieb in Pelkum – wie dies überall der Fall gewesen sein wird – nicht in dem Umfang aufrecht erhalten werden wie vorher. Die Mehrzahl der aktiven Turner wurde zum Militärdienst eingezogen. Viele von ihnen kehrten nicht zurück. In den ersten Nachkriegsjahren blühte jedoch die Turnerei in Pelkum wieder auf Der Sport erstreckte sich damals zuerst in der Hauptsache auf das Geräteturnen. Die’ Turnstunden waren gut besucht. Die Turner fanden sich nicht nur in den Turnstunden zusammen, sondern trafen sich auch aus anderen Anlässen zu gemütlichen Stunden im Vereinslokal. Neben der Männerriege bildete sich bald eine Damenabteilung. Bei den Vereinswettkämpfen am 24. und 25.08.1929, dem Tage des 25 jährigen Bestehens, konnte eine stattliche Zahl Sportlerinnen als Sieger geehrt werden. Im Jahre 1926 wurde auch erstmalig der Gedanke, eine Handballabteilung ins Leben zu rufen, in die Tat umgesetzt. Die Damen- und die Handballabteilung haben sich so entwickelt, dass man sagen darf, dass sie lange Jahre in Pelkum Träger des Sportes geblieben sind. Die 1. Handballmannschaft errang bereits im Jahre 1931 den Titel des Bezirksmeisters. In den folgenden Jahren stand die Handballmannschaft im Kreise der Handball treibenden Vereine in gutem Ruf.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass der TuS 04 auch auf dem Gebiete des Wassersports nicht untätig geblieben ist. Im Jahre 1932 kam der Gedanke auf, den Paddelsport zu betreiben und am Kanal in Sandbochum ein Bootshaus zu errichten. Ein Platz neben der Kanalbrücke wurde von der Rombergschen Gutsverwaltung für eine geringe jährliche Pachtsumme zur Verfügung gestellt. Durch Geldspenden und freiwillige Arbeit wurde ein Wassersportheim mit Tages- und Bootsraum für ca. 30 Boote errichtet. Unter großer Aufmachung wurden die Boote in festlichem Geleit in das Bootshaus überführt. Viele Einzel- und Vereinsbootfahrten wurden veranstaltet.

Nach dem 2. Weltkrieg musste die Abteilung Wassersport aufgegeben werden, da das Bootshaus nicht mehr zur Verfügung stand, sondern als Wohnraum genutzt wurde.

Anders war es mit dem übrigen Sportbetrieb. Maßgeblich beteiligt an der Wiederaufnahme des Turnbetriebes nach dem Krieg waren die Turnbrüder Karl Harbach, Fritz Potthoff und Heinrich Knäpper, die eine neue Männerriege 1947 ins Leben riefen. In den 50iger Jahren wurde die Gruppe betreut vom Turnbruder Kaiser. Die Leistungen der Turner konnten u. a. auf den traditionellen Weihnachts-Turnfesten bestaunt werden.

Eine neue Damenriege für Geräteturnen entstand zur gleichen Zeit unter der Leitung von Walter Hesse, die dann von Jupp Hein übernommen wurde.

Im Jahre 1949 übernahm Ria Tiemann die Leitung der Damenabteilung , die sofort mit den Proben für die Auftritte bei der 1000-Jahr-Feier begann. Im Jahr 1950 war es dann so weit. Alle Gruppen des TuS waren bei den Aufführungen während der Festwoche und beim abschließenden Umzug mit großem Erfolg beteiligt.

Die Spieler der Handballmannschaft des TuS, unter den Fittichen von Erich Grewe, traten das Erbe ihrer Gründer mit einem solchen Elan an, dass bereits in den Jahren 1952/53 der Kreismeistertitel im Kreise Hamm-Ahlen-Soest errungen wurde. Bei den Entscheidungskämpfen um den Aufstieg in die Landesliga konnte sich die Mannschaft mit den Spielern Lethaus, Wolff, Kroll, Poth, Meyer, Kammann, Muth, Jasper, Witte, Schneider und Roth behaupten. Leider dauerte diese Gastrolle in der Landesliga wegen Verletzungen und Erkrankungen mehrerer Spieler nur ein Jahr. Auch die Schüler- und Jugend-Mannschaften erzielten in dieser Zeit bereits beachtliche Erfolge.

Nach der 1000-Jahr-Feier blühte der Verein durch die Werbewoche, die stattgefunden hatte, richtig auf. Es wurde auch sogleich eine Kindergruppe unter Leitung von Ria Tiemann gegründet. Die Übungsstunden für die Damen- und Kindergruppen wurden in der Schillerschule abgehalten.

Einige historische Fotos findet Ihr in der Galerie.


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